Coca Cola Light I

Was sagen gute Dichter wenn sie nicht weiter wissen? Richtig: Nichts.

Ich bin kein guter Dichter. Aber ich weiß ausnahmsweise auch weiter. (So gut dass ich Angst habe die Seiten meines Terminkalenders reichen nicht aus.)

Es folgt der trügerische Ausschnitt aus einer aktuellen Szenerie:

Er: "Was macht Ihr heute Abend."
Ich: "Nichts. Wir haben nur 2 PCs und sind zu Dritt."
Er²: "Ich glaube Er meinte Real Life."
Ich: "Igitt. Kündige sowas doch bitte an."

Dabei bin ich weniger am PC als jemals zuvor.

Der Fluch des Mont-Saint-Michel
von: Frédéric Lenoir und Violette Cabesos


Prädikat: Vorest zu empfehlen.
8.10.07 19:46


Einschub

Es war einmal ...
... ein winziger Einwurf.

Ich habe eine Welt entdeckt.
Sie ist groß und weit und hat einen blauen Himmel.
Und in ihr sind die Winde Stimmen und das Licht Gedanken.

Wenn ich die Augen schließe – dann kann ich sie sehen. Diese Welt.



Und die Welt dreht sich weiter. Wieder ein Jahr, bald. Neue Haken, neue Kästchen, neue Zeilen und neue Überschriften. Wieviele unbeschriebene Seiten das Buch wohl noch hat?
27.11.06 23:45


Antike

Es war einmal ....

... Das Menschentier

Der Mensch ist ein recht interessantes Exemplar ‚Leben’. Gleich einem Insekt schwärmt er meistens in der Masse und reflektiert sich und sein Handeln über andere vermeidliche Individuen. Nach außen hin wahrt er eine hübsche, freundliche Maske. Sie spiegelt alle jene, viel gepriesenen guten Werte wider. Da ist das herzliche Lächeln, das verschwörerische Zwinkern, die fröhliche Stimme und die mitfühlende Hand. Eine ganze Reihe an Menschen ist selbstlos. Eine Tugend in der sich das Exemplar Mensch seid vielen Jahrhunderten beständig übt. Alles in Allem gibt der Mensch also ein verträgliches, gesellschaftsfreundliches und in seinem Wesen ‚gutes’ Leben ab.
Das kann allerdings nicht alles sein, wie wir aus unzähligen Esoteriklehren wissen. Es gibt immer das Gute und das passende Böse. Alles andere wäre unrichtig und der Mensch, der nur eine Seite dieser gepriesenen Medaille inne hat müsste sich unserem Verstand entheben. Die Frage was er dann wäre als Mensch könnte interessante Thesen aufwerfen, soll hier aber nicht weiter debattiert werden. Wir wissen alle was an ihrem Ende stünde.
Kommen wir also zu dem ‚Bösen’ des Menschen zurück. Es bietet sich dabei eine unfreundliche, ziemlich bildliche Beschreibung an. In dem hübschen Exemplar Leben hat sich ein etwas weniger hübsches Exemplar Leben eingenistet. Dieses andere Leben hockt in dem Nest Mensch wie ein kleines Biest. Auf kleinsten Raum kompensiert er das was das Exemplar Mensch anders nach außen trägt. Jedes verlogene Lächeln und an den Haaren heran gezogene Mitleid findet seinen Spiegel und seine Wurzel in diesem kleinen Biest. Das Biest muss nicht groß sein, denn es wird sich in der Insektengesellschaft der Menschen nicht ausbreiten können, dazu bedarf es dem Guten Wesen Mensch. Unter diesem Deckmantel also existiert es und wuchert langsam vor sich hin ohne zu wachsen.
So stellt sich der Mensch als doppelgesichtiges Wesen da. Darauf erpicht gut und freundlich zu sein, nährt es das weniger gute und unfreundliche Biest in sich. Die einzige Frage die sich uns stellt, die wir das Wesen beurteilen, ob das gute und freundliche das ist wofür wir es halten. Und wie unser Urteil ausfiele, wenn sich die Seiten verkehrten.

Mein Biest hat schmale Augen die vor Eifersucht giftiggelb glühen. Es hockt mit dem Rücken zur Wand und speit ätzende Galle vor Wut. Hässliche Fratzen schneidet es und schärft die vor Hass verkrüppelten Krallen an den nachgiebigen Wänden. Ein Wort nur reicht, damit es mit wutverzerrtem Gesicht seine Zähne tief wie Dolche in das Fleisch schlägt und Krankheit und Seuchen schürt. Es ist ein hässliches bösartiges Tier das kalt lacht und sich die Augen aus dem Kopf reißt um sie selber voll Verachtung auf Andere zu speien.
31.10.06 17:42


Spekulatius II

Es waren einmal…

Zwei Menschen. Ein kleiner Mensch und ein großer Mensch. Beide lebten sie in einem Universum das sie Welt nannten. Welt war wie ein Wald. Welt war auch ziemlich groß. Und weil sie so groß war fühlte sich der kleine Mensch oft überflüssig. Er hatte das ganz untrügliche Gefühl nicht am richtigen Ort zu sein. Deshalb sprach der kleine Mensch an einem Tag mit dem großen Menschen.

„Du? Großer Mensch?“, sagte er.
„Ja, kleiner Mensch?“, fragte daraufhin der große Mensch.
„In dieser großen Welt bin ich ziemlich klein. Ich bin gar nicht richtig da.“ Der kleine Mensch seufzte.
Der große Mensch sah ihn erstaunt an. „Aber warum das? Ich fühle mich richtig.“
„Du bist ja auch groß!“, rief da der kleine Mensch aus. „Ich werde durch die Welt geworfen und niemand sieht mich. Alles geht ganz wild zu.“
Da musste der große Mensch lächeln.
„Ach kleiner Mensch, weißt du denn nicht, dass jeder einmal so beginnt? Das ist keine Sache der Größe. Es ist eine Sache des Standpunktes.“
„Des Standpunktes?“, fragte der kleine Mensch verwirrt. Und der große Mensch nickte.
„Ja. Des Standpunktes. Deines Punktes auf dem Weg.“
Der kleine Mensch fragte: „Welcher Weg?“
Und der große Mensch lächelte wieder.
„Der Weg auf dem du die Welt kennen lernst. Am Anfang ist es ein ganz kleiner Trampelpfad, für kleine Füße. Da kannst du an beiden Seiten ins Gras fallen. Dann wird der Pfad größer und wird zu einem Weg. Da gehst du und deine Familie, niemand sonst. Und irgendwann wird aus dem Weg dann einmal eine Straße. Deine Eltern können die Straße sehen, aber sie gehen nicht mit auf ihr. Da bist du klein und die Straße ziemlich groß. Und aus dieser Straße, kleiner Mensch, wird einmal eine ganz große Bahn. Auf diese Bahn laufen wir alle einmal, wenn wir die Straße hinter uns haben. Sie liegt hinter einer Kurve und deine Eltern können dich nicht mehr sehen. Hier rennen wir zusammen. Und hier verliert man sich und es geht wild zu. Die große Bahn macht die Menschen klein. Aber weißt du was, kleiner Mensch?“
Der kleine Mensch schüttelte den Kopf. „Was?“
„Die große Bahn sind eigentlich nur ganz viele kleine Pfade. Und jeder läuft ein bisschen auf den Pfaden der anderen mit. Wenn du aber zurück schaust und dir ein bisschen Zeit nimmst, wirst du sehen, dass dein Pfad noch immer zurück in die Straße, auf den Weg und den Trampelpfad auf der Wiese führt.“
Der große Mensch lächelte und der kleine sah ihn fragend an.
„Aber das macht mich nicht größer. Und nicht richtiger da.“
Der große Mensch überlegte, dann nickte er.
„Nein, das macht es nicht. Aber es macht die anderen kleiner und die Welt ruhiger.“
Der kleine Mensch sah ihn eine Weile nachdenklich an, dann lächelte er und sagte.
„Oh.“
19.10.06 22:35


Nutze deine Chance


Zwei Dinge sind Zeichen von Schwäche:
Schweigen, wenn man reden müßte,
und sprechen, wenn man schweigen sollte.

|Aus Persien|
24.9.06 19:01


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