Für Leser aufgelesen

Es war einmal ...

... eine von vielen, kleinen Wahrheiten.


Es ist elend schwer zu lügen, wenn man die Wahrheit nicht kennt.

Péter Esterházy

3.4.06 20:17


Cola Light

Es war einmal ...

"Das ist mein Zeh, Hund. Und er tut weh - runter!"

vs.

"Winter in Kanada."

29.3.06 22:10


Cola Light

Es war einmal ...

... etwas in eigener Sache:

Die beste Freude ist wohnen in sich selbst.
|Goethe|


Immatrikulation und Führerschein lassen Grüßen. Es lebe der März.
22.3.06 18:18


Orbit

Es war einmal ...

... die Sache mit X

Es hängt Nebel über den Dächern von Northern Country und die Nacht wird einzig und allein von den bunten Neonreklamen unbedeutender Bistros und Kneipen erleuchtet. Über den rissigen Asphalt der Merlot Street zieht sich ein Film aus Feuchtigkeit und Wasserlachen. An den Rändern einiger Pfützen glänzt noch ein wenig graues Eis, die Überbleibsel der letzten frostigen Tage. In der kleinen Seitenstraße ist es trotz der fortgeschrittenen Uhrzeit nicht annähernd so still, wie auf der Hauptstraße in welcher sie mündet. Sie ist allerdings auch nicht ansatzweise so leer.
Vor und neben den vielen Türen und verdunkelten Fenstern sammeln sich Menschentrauben aus aufgedonnerten Jugendlichen und längst ergrauter Pseudo-Jugend. Von ihnen geht ein schrilles Stimmengewirr aus, das sich ab und an mit lauter Musik vermischt, wenn eine der Türen aufgeht.
„Ren! Ren, warte doch verdammt noch mal!“, säuerlich stieß Ted zwei Jugendliche zur Seite, die just in diesem Augenblick seinen Weg kreuzten. Verhaltene Flüche folgten ihm, als der eine stolpernd gegen eine Gruppe Mädchen traf. Ted beachtete die Flüche ebenso wenig wie die beiden Halbstarken. Stattdessen hielt er seinen Blick fest auf den Rücken geheftet der zwischen zwei Menschentrauben zu verschwinden drohte.
„Jetzt bleib doch mal stehen!“ Innerlich fluchend wich er einer aufgedonnerten Dreizehnjährigen aus, die den Malkasten ihrer Mutter mit der Schminke verwechselt haben musste.
Ted Miranda, seines Zeichens offiziell Informatiker, derzeit tätig im Außendienst, hasste kaum einen Ort mehr als die Merlot Street mit ihren ganzen verlausten und vorpupertären Möchtegernpunkern. Zwischen ihnen fiel er sogar an seinen guten Tagen auf wie ein bunter Hund. Und bis vor etwa einer halben Stunde war es ein sehr guter Tag gewesen.
„Ren!“, nachdem er das Kunststück fertig gebracht hatte an einer Gruppe Soft-Hardrockern vorbei zu kommen ohne sich dumme Kommentare über sein Sakko und die Cargohosen einzufangen, griff er entschlossen nach dem Arm des Mannes. Doch noch ehe er dazu kam weiter zu sprechen, fuhr Ren herum und entriss ihm seinen Arm wieder. Ted wusste das Ren viel Sport trieb und jede Menge Kraft besaß, doch der Ruck bewies ihm wieder einmal, dass er den jüngeren Mann unterschätze. Stolpernd kam er zwei Schritte weiter zum stehen – gerade rechtzeitig um zu sehen wie Ren die Arme vor der muskulösen Brust verschränkte und ihn verbissen anstarrte. „Was willst du Ted? Mir auch einen Vortrag halten?“
Ted schnaufte unwillig, dann ließ er die Arme sinken und die Hände in den Hosentaschen verschwinden. Wenn er noch etwas so sehr hasste wie die Merlot Street, dann war es diese Art von eingeschnapptem Kinderspiel das Ren gerade trieb.
„Weshalb sollte ich? Es würde ohnehin auf taube Ohren stoßen.“, entgegnete er deshalb knapp und konnte nur mit einem raschen Griff nach der Schulter des Mannes verhindern das dieser sich sofort abwandte. „Jetzt lass mich doch erst einmal ausreden. Ich renn dir sicher nicht die ganze Straße lang nach, nur um dir dasselbe zu erzählen wie Jack. Klar?“
Widerwillig drehte Ren sich wieder herum. „Warum dann?“, erwiderte er knurrend und mit düster zusammen gezogenen Augenbrauen. Ted nahm die Hand wieder herab und erwiderte den missmutigen Blick mit einem aufgesetzten Grinsen. „Weil ich wissen will, warum du den Scheiß gebaut hast. Sybille behauptet zwar, dass du den Kerl rausgeschmissen hast, aber im Grunde war er jedem unsympathisch genug um ihm raus zu werfen.“
21.3.06 21:47


Uhrzeit

Es war einmal ...

... die Weisheit in kleinen Worten.

Wer seine Wünsche zähmt, ist immer reich.

|Voltaire|

19.3.06 11:26


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