Cola Light

(Es war einmal ...)

Ich habe dich nocht nicht gehen lassen.
H?rst du?
Noch bist du bei mir, weil ich nicht will das du gehst.
Ich habe sechzig Sekunden Zeit in denen ich mich an dich krallen kann, um noch einmal in deine verlogenen Augen zu sehen. Sechzig Sekunden um Fleisch von deinen Rippen zu rei?en und Haut von Muskeln zu kratzen. Sechszig Sekunden nur um dich bis auf die Knochen zu entbl??en.
Dann muss ich dich gehen lassen.
Wir alle anderen schicke ich dich fort und verbanne dich in die letzten Seiten eines unbrauchbaren Kalenders. Ob ich will oder nicht.

Aber dieses Mal habe ich dich nicht gehen lassen.
Ich habe dich einfach festgehalten.
Die Augen geschlossen und erinnert.
Erinnert und Erinnert.

Und w?hrend ich das tat, hast du dich mit einem L?cheln davon gestohlen. Auf leisen Pfoten, mit klamm gewordenen Fingerspitzen und m?de geschlossenen Augen. Leise wie ein Raubkatze. Begleitet vom Gr?hlen und Kreischen, vom Knallen und Rauschen eines ewigen Festes. Du wei?t wann deine Zeit kam und nun das sie geht und jetzt nimmst du mit was in ihr lag, wie eine B?uerin ihre geernteten Fr?chte.

Aber f?r sechzig Sekunden hatte ich das Gef?hl dich halten zu k?nnen. Dich und das was dir geh?rt.
Wenigstens ein bisschen davon.

Ein bisschen Erinnerung.



1.1.06 13:53


WDR 200

Es war einmal ...

Hallo Sehnsucht. Sch?n dich hier zu sehen.
|Wolf Maahn : hallo Sehnsucht|

4.1.06 12:56


Zoologischer Tierpark Wuppertal

Es war einmal ....

ein allt?glicher Ausflug. Viele Familien, viele Ehepaare, die meisten Kinder kennen ihn: Den Zoo

Verz?ckt sah sie in das viel zu kleine Gehege hinab. Sechs wei?e W?lfe liefen dort wedelnd umher. Zwischen einigen abgeholzten Baumst?mmen und zwei alten Tannenb?umen begr??ten sie einander. Die Informationstafel neben ihr erkl?rte dass es sich bei den W?lfen um kanadische Vertreter ihrer Art handelte. Saskia konnte ihre dicken Pfoten sehen, die ganz umrahmt waren von langem, wei?em Haar. Zumindest musste es einmal wei? gewesen sein, ehe es sich gelblich verf?rbt hatte.
Saskia grinste breit und lehnte sich ?ber den eisernen Zaun. Dahinter lag ein tiefer Graben, sodass sie keine Angst haben musste, dass die Wildtiere ihr zu nahe kamen. Eigentlich sahen die W?lfe aber auch nicht so aus, als h?tten sie Interesse daran. Ihre dunklen Augen glitten nur ganz selten ?ber die Menschen am Zaun. Meistens suchten sie den kahlen Boden des Geheges ab und Saskia fragte sich nicht zum ersten Mal, was sie dort rochen und erkannten. Inzwischen mussten sie jeden Quadratzentimeter blind, taub und ohne jeden Geruchssinn wieder erkennen k?nnen.
Sie rieb die klammen H?nde aneinander und verrieb das d?nne Eis auf dem Gitter unter zwei Fingern, bis es nass und w?ssrig wurde. Dann beobachtete sie die wei?en W?lfe weiter. Ruhelos schlichen sie zwischen den B?umen umher und beschnupperten sich gegenseitig. Dabei kannten sie sich schon seit Jahren. Sich, das Gehege und die Menschen. Alles was sie kannten, kannten sie seit Jahren. Saskia rieb sich ?ber die kalten Wangen.
Dann endlich, als sie die H?nde gerade wieder in die Manteltaschen gesteckt hatte, sah sie den schmalen Wolf mit den krummen Beinen zum Ende eines Baumstammes traben und sich dort setzten. Er rutschte ein wenig zur Seite, sah zum kahlen Boden, und hob dann den Kopf um mit weit ge?ffneten Augen zu heulen. Saskia musste nicht zu den anderen f?nf W?lfen sehen um zu wissen, dass sich ihre Ohren spitzen und sie aufmerksam und mit pl?tzlichem Interesse zu ihrem kl?glichen Rudelgenossen sahen.
Es dauerte nur eine kurze Weile, in der das heisere Geheul durch die Luft schall, bis der m?chtige Wei?e sich erhob und auf den Baumstamm kletterte. Im Stehen schloss er sich dem Geheul an. Mit einer aberwitzig hohen Stimme f?r seine betr?chtliche K?rpermasse. Bald darauf fielen der Dritte, der Vierte und der f?nfte Wolf ein. Ihre Stimmen waren dunkler und ebenso heiser wie die von dem krummbeinigen Ersten. Saskia sah gespannt zu dem Sechsten hin?ber. Der schmale Wolf sah zu seinem massigen Gef?hrten hinauf, bevor er den senkrecht stehenden Baumstumpf mit zwei S?tzen erklomm und sich ganz auf dessen Spitze stellte, ehe er mit einer kehligen Stimme in den traurigen Gesang einstimmte.
Saskia schloss die Augen und sp?rte die K?lte an ihren Wangen ziehen als sie l?chelte. Das Geheul der W?lfe zog sich durch den ganzen alten Tierpark. Mehrere Menschen blieben stehen und sahen den wei?en J?gern zu. Saskia sah sie nicht mehr an, sondern h?rte nur. Irgendwo, einige Wege weiter, antwortete dem Wolfsheulen die einsame Stimme des Schneeleoparden. Das kl?gliche und nach ?au? klingende Rufen verblasste angesichts der Ausdauernden Rufe des Rudels.
Saskia h?rte ihm genauso zu, wie dem heiseren Gesang und stellte sich vor wie sich die Rufe ?ber den verrauchten Hausd?chern verfingen und mit dem L?rm der nahen Baustellen verflochten. Dort wo die Presslufthammer die Antwort auf das Geheul waren.



Nach dem 05.01.2005 - Tierpark Wuppertal, Zoologischer Garten.

6.1.06 22:47


Cola Light

(Es war einmal ...)

Um zu zitieren:
- Sacrilege! Lunacy! Blasphemy! Heresy! -

Und weiter zu denken:

- Verbrennt die Hexe. Etr?nkt den Heiden. H?utet den Wilden und k?sst den Feind. -

8.1.06 18:56


In Acht und Bann

Es war einmal ...
(...)

Ein Wort zuviel im Zorn gesagt
Einen Schritt zuweit nach vorn gewagt.
Und schon ist es vorbei.

(...)

Immer vorw?rts, Schritt um Schritt.
Es gibt keinen Weg zur?ck.
Und was jetzt ist, wird nie mehr ungeschehen.

Die Zeit l?uft uns davon
was getan ist - ist getan
Und was jetzt ist, wird nie mehr ungeschehen.

Ach und k?nnt' ich nur -
- nur ein einzges mal
Die Uhr r?ckw?rts dreh'n.

Den wieviel von dem
was ich heute wei?
h?tte ich lieber nie gesehen.

(...)

Dein Leben dreht sich nur im Kreis
So voll von weggeworfener Zeit
Und deine Tr?ume schiebst du endlos vor dir her.

Du willst doch leben irgendwenn
Und wenn nicht heute - wann denn dann?

Irgendwann ist auch ein Traum zu lang.

(...)

| Kein zur?ck - dream on |



8.1.06 23:09


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